Die Sicherheit: Was gebe ich preis?

5. Januar 2010

Anmelden kann man sich bei Facebook mit einigen wenigen Daten – Name, Alter, Geschlecht, e-Mail-Adresse. Wobei aus Datenschutzgründen niemand nachprüft, ob das WIRKLICH mein richtiger Name ist, ob ich vielleicht beim Alter ein wenig mogele oder mich aus unerfindlichen Gründen als Mann ausgebe.

Selbstverständlich ist es nicht so gedacht, dass man sich mit Phantasienamen oder gar dem Namen seines Intimfeindes auf Facebook bewegt. Aber reinkommen würde man erstmal.

Ist man einmal in die Gemeinschaft aufgenommen, dann kann man allerdings viele weitere Angaben machen – und es wäre naiv zu glauben, dass Facebook diese Angaben nicht nutzt. Denn für die personalisierte Werbung, die das System mir auf „meine“ Seite stellt, ist es sehr hilfreich zu wissen, in welcher Stadt ich wohne, was ich studiert habe oder über welches Netz mein Handy funkt. Und auch mein Beziehungsstatus – Single / in einer Beziehung / verlobt / verheiratet / es ist kompliziert / in einer offenen Beziehung / verwitwet – ist sicher nicht nur für potenzielle Flirtpartner interessant.

Doch man kann alle diese Fragen offenlassen, und das tu ich auch: Wozu soll ich angeben, dass ich verheiratet bin? Meine Freunde wissen das sowieso. Und mein Lieblingsbuch, Lieblingsfilm, Aktivitäten und Interessen – worüber soll ich mich dann auf der Plattform noch unterhalten, wenn schon alles gesagt ist?