Post a Week: ein guter Vorsatz

24. Februar 2011

Ich muss hier eine kurze Erklärung in eigener Sache einschieben, der guten Ordnung halber. Also, „Post a Week“, das ist so eine Art guter Vorsatz bei Word Press (dem Blogging-Portal, auf dem ich mich seit über einem Jahr zum Thema Facebook auslassen darf). Guter Vorsatz ist jetzt mein ungeholfener Übersetzungsversuch von „Challenge“, wie es im Original heißt. Ist halt eine amerikanische Software.

Challenge, das kennen wir ja von Heidi Klums hoffnungsvollen Topmodels. Man könnte auch sagen: Aufgabe, Wettbewerb oder Kampfansage. Also, es geht in diesem Falle nicht darum, in einem Brautkleid durch den Ärmelkanal zu schwimmen und dabei cool und sexy auszusehen. Sondern darum, mindestens einmal pro Woche einen Blog-Beitrag zu schreiben. Und damit man das auch wirklich tut, meldet man sich bei der „Challenge“ an und teilt allen Menschen mit, dass man dabei ist. Das erhöht den sozialen Druck und damit die Erfolgsaussichten 😉

Also, liebe Leute: Ich schreibe hier jetzt jede Woche was zum Thema Facebook. Das ganze Jahr lang. Damit ich das auch wirklich schaffe, brauche ich euch: Schreibt mir Kommentare, liefert mir Anregungen, stellt mir Fragen! Damit es nicht am Ende des Jahres heißt: Challenge vergeigt, für dich habe ich heute kein Foto…

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Das ist doch kein Umgang für dich

17. Februar 2011

Das Leben ist Veränderung. Facebook erst recht. Das Neueste: Ich (und ihr auch, liebe Facebookisten!) bekomme jetzt nur noch Statusmeldungen von denjenigen unter meinen Freunden angezeigt, „mit denen ich am meisten interagiere“, wie Facebook das nennt. Sprich: Die weniger Mitteilsamen unter meinen Bekannten – diejenigen, die selten was schreiben, nie kommentieren und auch sonst eher zurückhaltend sind – die fallen raus. Falls sie doch mal was schreiben (und das kommt ja auch bei stillen Wassern gelegentlich vor) wird Facebook es mir nicht zeigen. Denn ich interagiere ja so selten mit ihnen.

Ich bin mir nicht sicher, warum Facebook das mit uns tut. Sollen wir zu nervigen Plaudertaschen erzogen werden, die stets und ständig mit allem und jedem „interagieren“, nur um nicht den Kontakt zu verlieren? Zum Glück gibt es einen Ausweg aus dieser Vereinsamungsfalle: Wenn ich auf meiner Startseite ganz nach unten scrolle, dann sehe ich da in der rechten Ecke des grauen Balkens die blaue Schrift „Optionen bearbeiten“. Darauf muss ich klicken. Leider muss man hier verteufelt schnell sein. Denn die Seite lädt sich ständig neu, wenn das untere Ende erreicht ist. So bleibt das Ende nie lange das Ende, und das Klickfeld verschwindet immer wieder nach Noch-weiter-unten. Aber irgendwann schaffe ich es dann, auf „Optionen bearbeiten“ zu klicken. Dann öffnet sich das Fenster „Bearbeite deine Newsfeed-Einstellungen“, und dort muss ich die Einstellung bei „Zeige Beiträge von:“ ändern in „allen deinen Freunden und Seiten“. Noch ein Klick auf „Speichern“. Schon hat die Newsfeed-Diät ein Ende.

P.S.: Für Leute wie uns Online-Journalisten ist diese Änderung übrigens besonders unschön. Denn die wenigsten „Fans“ unserer OP-Seite kommentieren ja, was wir dort schreiben. Damit fallen wir automatisch in die Kategorie der Seiten, mit denen sie nicht oft genug interagieren – und wir können sie nicht mehr auf dem Laufenden halten. Also: Wollt ihr wissen, was in Marburg-Biedenkopf los ist, dann ändert diese Einstellung. Ihr wisst schon, am Ende der Seite…


Facebook weiß, wie’s mir geht

26. Januar 2011

Ich mag ja die Wise Guys sowieso. Ich bin überzeugt davon, dass Deutschland die nächste Pisa-Studie gewinnen würde, wenn alle achten Klassen statt Shakespeares „Hamlet“ den gleichnamigen Song des A-Capella-Quintetts im Deutschunterricht durchnehmen würden. Aber was mich zurzeit erfreut, ist – sonst wäre es ja in diesem Blog völlig fehl am Platze – das Lied mit dem schönen Titel „Facebook“. Es bringt diese Mischung aus Faszination und Abscheu toll rüber, die auch ich dem Ganzen entgegenbringe. So nach dem Motto: Facebook ist albern und überflüssig, aber ich mache trotzdem begeistert mit. Oder, wie eine mir nahestehende Person männlichen Geschlechts sagte, nachdem ich ihr begeistert das Video gezeigt hatte: „Das ist lustig. Aber was lernst du draus?“ Naja, nichts halt.


Du bist ein Gesicht

17. Dezember 2010

Das haben wir doch bestimmt alle schonmal gemacht: unseren eigenen Namen gegoogelt. Das Ergebnis schmeichelt der eigenen Eitelkeit, weil es das Gefühl einer gewissen Berühmtheit suggeriert. Auch wenn die sich nur aus Internet-Aktivitäten speisen sollte, die von der Öffentlichkeit weitestgehend unbemerkt blieben. Facebook kommt nun unserer Eitelkeit entgegen: Bald können wir nicht nur nach unserem Namen suchen, sondern auch nach unserem Gesicht – zumindest in den Weiten der Facebook-Welt.

Bislang nur in den USA führt Facebook eine automatische Gesichtserkennung ein, die dem Nutzer beim Hochladen von Bildern Vorschläge macht, wer auf diesen Bildern zu sehen ist. Stimmt man diesen Vorschlägen zu, dann werden die Bilder mit den entsprechenden Namen verschlagwortet oder, wie wir Internet-Logopathen sagen, „getaggt“. Beim Erkennen und Vorschlagen greift die Anwendung auf Personen zu, die sie schon kennt. Das sollen ausschließlich Facebook-Freunde des entsprechenden Nutzers sein, beteuert Facebook. Und sie müssen einverstanden sein: Wer nicht verschlagwortet werden will, kann diese Funktion in seinen Datenschutz-Einstellungen deaktivieren.

Und was halten wir davon? Datenschützer finden das Ganze problematisch. Ich auch. Wie so oft ist die Faszination des Machbaren groß. Aber der Grusel vor dem, was man damit anfangen könnte, wenn man vielleicht kein netter Mensch ist, auch. Denn technisch möglich wäre es theoretisch auch, die Anwendung auf ALLE Gesichter zugreifen zu lassen, die in Facebook jemals verschlagwortet wurden. Und wer garantiert mir eigentlich, dass niemand im Hintergrund genau das tut?


Der Abend, als Facebook nicht wollte

24. September 2010

Ich muss zugeben, dass mir „der größte Facebook-Ausfall seit vier Jahren“ gar nicht so aufgefallen ist. Ich hatte am Donnerstagabend bloß den Eindruck, dass auf Facebook alles irrsinnig langsam geht. Aber da meine Internetverbindung ohnehin … naja … zu der ländlichen Umgebung meines Wohnortes passt, dachte ich, es läge daran.

Aber weit gefehlt: Millionen von Nutzern saßen auf dem Trockenen, kamen gar nicht erst in Facebook rein oder quälten sich dort mit elenden Wartezeiten. Der Grund war ein technisches Problem, das sich sozusagen selbsttätig multiplizierte, bis gar nichts mehr ging und Facebook den Not-Aus-Knopf drückte.

Facebook selbst gibt sich zerknirscht und versucht zu erklären, was da los war. Wer es genauer wissen will, kann hier (auf Englisch) das  Statement lesen, das Robert Johnson von Facebook dazu verfasst hat.

Allen anderen sei gesagt, was Johnson im letzten Absatz seiner Erklärung schreibt: „We apologize again for the site outage, and we want you to know that we take the performance and reliability of Facebook very seriously.“ Es tut ihnen leid, und sie nehmen es ernst. Na, das nehmen wir doch mal an.


„Gefällt mir nicht“ ist böse

18. August 2010

Gefällt uns ein Beitrag auf Facebook, dann klicken wir braven Facebookisten auf den Button mit den Worten „Gefällt mir“. Damit es auch jeder weiß, bei welchen Videos wir schmunzeln, welche Freizeitaktivitäten der Kollegen wir begrüßen und mit wessen Befindlichkeiten wir mitfiebern.

Aber oft – ach, sooo oft – möchte man ja eigentlich gern einen Button haben, der „Gefällt mir nicht“ sagt. Stimmt’s?

Diesen häufig geäußerten Wunsch nach einem „Dislike-Button“ machen sich jetzt offenbar böse Menschen zunutze: Der Virenschutzanbieter Sophos warnt vor dem „Dislike-Trick“, der in Form einer vielversprechenden Mitteilung seine Opfer finde. Sie verspricht die Installation des gewünschten Missfallens-Buttons. Doch beim Klick auf den Link zu dem angeblichen Button wird laut Sophos eine Anwendung gestartet, „die sich für den Anwender unbemerkbar  Zutritt zu deren Profileinstellungen verschafft“. Und nicht nur das: Der böse Dislike-Trickser kann dann auch in meinem Namen Unmengen von Spam an andere Nutzer verschicken – wie peinlich.

Also: Augen auf beim Button-Kauf!


Mir gefällt das!

7. Mai 2010

Eigentlich sollte mein Blog ja längst zu Ende sein. Aber dieses Video über Sinn und Unsinn vieler Facebook-Posts ist einfach soo lustig, das muss ich euch zeigen!

Und allen, die „schon immer “ wussten, dass auf Facebook nur über vollkommen irrelevante Dinge gequatscht wird, sei gesagt: Das stimmt nicht. Jedenfalls nicht nur. Informationen mit Hand und Fuß gibt’s zum Beispiel auf http://www.facebook.com/OberhessischePresse