Und wenn ich nun nicht chatten will??

22. Juli 2011

Wie man die Chatbox unten rechts ausschaltet, das habe ich ja schonmal erklärt. Doch vor einigen Tagen chattet mich tatsächlich einer von meinen Freunden an, obwohl ich den Chat ganz sicher und bereits vor langer Zeit ausgestellt hatte! Des Rätsels Lösung sind wie immer Facebooks Bemühungen, die sture Verweigerungshaltung des Users zu umgehen. Also, Facebook hat ein bisschen was geändert an der Funktionsweise des Chats, und – Zack – sind wir alle wieder als „online“ zu sehen, auch wenn wir uns mit gutem Grund „offline“ gestellt hatten (offline stellen, klingt wie tot stellen und ist auch ganz ähnlich zu verstehen).

Gut, wir verweigern also weiterhin, was Facebook uns anbietet: Auf das kleine Zahnrädchen-Symbol in der Chatbox klicken, es erscheint ein Fenster, in dem unter anderem die Option „Zum Chatten verfügbar“ zu sehen ist. Da klicken wir einmal drauf, damit das grüne Häkchen verschwindet. Schon sind wir wieder genau das, was wir uns gewünscht haben: NICHT zum Chatten verfügbar.

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Quatsch mich nicht an

3. März 2011

Die Chatbox unten rechts fand ich zu meinen Facebook-Anfangszeiten ganz toll. Sie zeigte mir an, wer von meinen Freunden gerade online war. Und manchmal poppte sie auch plötzlich auf und begann mit mir zu sprechen. Naja, nicht direkt die Box, aber jemand von meinen Freunden, der auch gerade online war. Da ergaben sich tolle Gespräche mit lustigen Wendungen und ungeahnten Erkenntnissen. Das war Stufe 1.

Stufe 2 war, als die Chatbox anfing, mich ein bisschen zu nerven. Kaum war ich mal für zwei Minuten online, um kurz zu gucken, was so los ist, schon wurde ich angechattet, und leider nicht immer von denjenigen, mit denen ich gerade ein Schwätzchen halten wollte. Nachdem mich das eine ganze Weile so begleitet hatte und ich langsam tolle Strategien für das Beenden ungewünschter Online-Unterhaltungen entwickelt hatte, begann ich Stufe 3 herbeizusehnen: die schweigende Chatbox. Wie so viele Dinge auf Facebook lässt sie sich einrichten, wenn man nur weiß wie.

Stufe 3: Chatbox offline stellen
. So geht’s: Am oberen Rand der Chatbox gibt es die Wörter „Freundeslisten“ und „Optionen“. Klicke ich auf „Optionen“, bietet mir das Menü, das dann aufklappt, verschiedene Möglichkeiten an. Die oberste heißt „Offline gehen“. Klicke ich darauf, dann kann mich keiner mehr anchatten. Ich kann allerdings auch nicht mehr sehen, wer gerade online ist. Genau wie andersherum: Meine Freunde wissen jetzt nicht mehr auf einen Blick, ob ich gerade in Facebook bin. Wie schön.


Das ist doch kein Umgang für dich

17. Februar 2011

Das Leben ist Veränderung. Facebook erst recht. Das Neueste: Ich (und ihr auch, liebe Facebookisten!) bekomme jetzt nur noch Statusmeldungen von denjenigen unter meinen Freunden angezeigt, „mit denen ich am meisten interagiere“, wie Facebook das nennt. Sprich: Die weniger Mitteilsamen unter meinen Bekannten – diejenigen, die selten was schreiben, nie kommentieren und auch sonst eher zurückhaltend sind – die fallen raus. Falls sie doch mal was schreiben (und das kommt ja auch bei stillen Wassern gelegentlich vor) wird Facebook es mir nicht zeigen. Denn ich interagiere ja so selten mit ihnen.

Ich bin mir nicht sicher, warum Facebook das mit uns tut. Sollen wir zu nervigen Plaudertaschen erzogen werden, die stets und ständig mit allem und jedem „interagieren“, nur um nicht den Kontakt zu verlieren? Zum Glück gibt es einen Ausweg aus dieser Vereinsamungsfalle: Wenn ich auf meiner Startseite ganz nach unten scrolle, dann sehe ich da in der rechten Ecke des grauen Balkens die blaue Schrift „Optionen bearbeiten“. Darauf muss ich klicken. Leider muss man hier verteufelt schnell sein. Denn die Seite lädt sich ständig neu, wenn das untere Ende erreicht ist. So bleibt das Ende nie lange das Ende, und das Klickfeld verschwindet immer wieder nach Noch-weiter-unten. Aber irgendwann schaffe ich es dann, auf „Optionen bearbeiten“ zu klicken. Dann öffnet sich das Fenster „Bearbeite deine Newsfeed-Einstellungen“, und dort muss ich die Einstellung bei „Zeige Beiträge von:“ ändern in „allen deinen Freunden und Seiten“. Noch ein Klick auf „Speichern“. Schon hat die Newsfeed-Diät ein Ende.

P.S.: Für Leute wie uns Online-Journalisten ist diese Änderung übrigens besonders unschön. Denn die wenigsten „Fans“ unserer OP-Seite kommentieren ja, was wir dort schreiben. Damit fallen wir automatisch in die Kategorie der Seiten, mit denen sie nicht oft genug interagieren – und wir können sie nicht mehr auf dem Laufenden halten. Also: Wollt ihr wissen, was in Marburg-Biedenkopf los ist, dann ändert diese Einstellung. Ihr wisst schon, am Ende der Seite…


„Gefällt mir nicht“ ist böse

18. August 2010

Gefällt uns ein Beitrag auf Facebook, dann klicken wir braven Facebookisten auf den Button mit den Worten „Gefällt mir“. Damit es auch jeder weiß, bei welchen Videos wir schmunzeln, welche Freizeitaktivitäten der Kollegen wir begrüßen und mit wessen Befindlichkeiten wir mitfiebern.

Aber oft – ach, sooo oft – möchte man ja eigentlich gern einen Button haben, der „Gefällt mir nicht“ sagt. Stimmt’s?

Diesen häufig geäußerten Wunsch nach einem „Dislike-Button“ machen sich jetzt offenbar böse Menschen zunutze: Der Virenschutzanbieter Sophos warnt vor dem „Dislike-Trick“, der in Form einer vielversprechenden Mitteilung seine Opfer finde. Sie verspricht die Installation des gewünschten Missfallens-Buttons. Doch beim Klick auf den Link zu dem angeblichen Button wird laut Sophos eine Anwendung gestartet, „die sich für den Anwender unbemerkbar  Zutritt zu deren Profileinstellungen verschafft“. Und nicht nur das: Der böse Dislike-Trickser kann dann auch in meinem Namen Unmengen von Spam an andere Nutzer verschicken – wie peinlich.

Also: Augen auf beim Button-Kauf!