Die Sicherheit: Was gebe ich preis?

Anmelden kann man sich bei Facebook mit einigen wenigen Daten – Name, Alter, Geschlecht, e-Mail-Adresse. Wobei aus Datenschutzgründen niemand nachprüft, ob das WIRKLICH mein richtiger Name ist, ob ich vielleicht beim Alter ein wenig mogele oder mich aus unerfindlichen Gründen als Mann ausgebe.

Selbstverständlich ist es nicht so gedacht, dass man sich mit Phantasienamen oder gar dem Namen seines Intimfeindes auf Facebook bewegt. Aber reinkommen würde man erstmal.

Ist man einmal in die Gemeinschaft aufgenommen, dann kann man allerdings viele weitere Angaben machen – und es wäre naiv zu glauben, dass Facebook diese Angaben nicht nutzt. Denn für die personalisierte Werbung, die das System mir auf „meine“ Seite stellt, ist es sehr hilfreich zu wissen, in welcher Stadt ich wohne, was ich studiert habe oder über welches Netz mein Handy funkt. Und auch mein Beziehungsstatus – Single / in einer Beziehung / verlobt / verheiratet / es ist kompliziert / in einer offenen Beziehung / verwitwet – ist sicher nicht nur für potenzielle Flirtpartner interessant.

Doch man kann alle diese Fragen offenlassen, und das tu ich auch: Wozu soll ich angeben, dass ich verheiratet bin? Meine Freunde wissen das sowieso. Und mein Lieblingsbuch, Lieblingsfilm, Aktivitäten und Interessen – worüber soll ich mich dann auf der Plattform noch unterhalten, wenn schon alles gesagt ist?

Advertisements

3 Responses to Die Sicherheit: Was gebe ich preis?

  1. roman sagt:

    zuersteinmal:

    das schöne finde ich ja, dass selbst für diesen kommentar nun die OP meinen Namen und meine emailadresse hat, soviel zu preisgegebenen daten 🙂

    allerdings denke ich, dass das thema etwas zwiegespalten ist. einerseits stimme ich zu, dass nicht jeder alles über mich wissen muss, sobald er meine seite sieht. andereseits helfen einige daten, wzb. die ehemalige schule zum finden potenzieller bekannter.

    aber, jeder kann ja selbst entscheiden, wass er von sich preisgibt.

  2. Laura sagt:

    Einerseits werden hier ebenfalls Daten benötigt, andererseits zwingt dich aber auch hier keiner, deine RICHTIGE Emailadresse preiszugeben (Ausserdem wird diese eh nicht angezeigt..).. kann ja immer mal nen Buchstabe „ausversehen“ fehlen. Ich mach es bei solchen Sozialen Netzwerken so, dass ich zB eine Emailadresse nur für „trash“ anlege, da geht auch alles rein, was mit diesen Netzwerken zu tun hat.
    Ansonsten gebe ich bei Facebook auch nicht alles an oder eben nur Wunschdaten (Ja, ich war mal an der „Julliard“ und hab Musik studiert 😉 ), die mein steifes Profil auch etwas auflockern. Auch auf die Privatsphäre achte ich..gut, „Facebook“ selbst sieht ja alles, aber meine Fotos / Pinnwand / Aktivitäten / etc dürfen nur Freunde sehen.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: